Arizona Geschichte

Arizona Geschichte

Arizonas Geschichte – heute ein US-amerikanischen Bundesstaat – beginnt schon 300 Jahre nach Christus, als sich hier die Hohokamkultur ausbreitete. Diese präkolumbische Indianerkultur beschränkte ihren Wirkungsraum in diesem Gebiet vor Allem auf den Süden des Staates. Europäer entdeckten die Region jedoch erst um etwa 1535, als der spanische Seefahrer de Vaca den Südwesten der heutigen Vereinigten Staaten bereiste und Beschreibungen seiner Entdeckungen an den mexikanischen Vizekönig sandte. Dieser entsandte daraufhin auch den Franziskaner de Niza in die Region und da sowohl der Geistliche als auch de Vaca mit ihren Berichten äußerst ungenau waren, entstand die Legende der sieben goldenen Städte von Cibola, welche de Coronado wenige Jahre später zu entdecken suchte. Allerdings fand er „nur“ die Pueblo-Kultur vor und sorgte für eine ausführliche Beschreibung dieser. Später folgten spanische Missionare katholischen Glaubens, die die Indianer zum Katholizismus bekehrten und mit dieser Entwicklung ging beinahe parallel die Gründung erster befestigter Städte durch die Europäer einher – so zum Beispiel Tubac im Jahr 1752 und Tucson 1775. Während der Unabhängigkeitskriege der Mexikaner Anfang des 19. Jahrhunderts gelangte der Staat in den Besitz Mexikos und ward schließlich dessen nordwestlichster Grenzabschnitt.

Durch den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg 1848 verlor Mexiko allerdings weite Gebiete im Norden an die USA, zu denen auch Arizona zählte. Die abgetretenen Staaten bildeten nun teilweise das New-Mexico-Territorium, welches Arizona und Teile von New Mexico und Nevada beinhaltete. Erst am 14. Februar 1912 wurde der heutige Bundesstaat als der 48. Selbstverwaltete in die Vereinigten Staaten aufgenommen – nachdem man in dem Jahrzehnt davor die Region dank den Arizona-Rangers von einer immer schlimmer werdenden Kriminalität weitestgehend befreite. Die meiste Zeit war Arizonas Geschichte – von wenigen Höhepunkten und Tiefschlägen abgesehen – ruhig und viele sahen in der Wüstenregion stets eher wenig potential.

Heute ist Arizona ein bekanntes Einwanderungsgebiet der Mexikaner, zugleich aber auch ein beliebtes Touristenziel, denn hier finden sich einige der amerikanischen Nationalparks wieder, welche im Laufe des letzten Jahrhunderts gegründet wurden. Auch das Monument Valley, das unter der Selbstverwaltung der Navajo-Indianer – die hier im 19. Jahrhundert in Reservats zwangsweise angesiedelt wurden – steht, gilt seit dem Beginn des Tourismus in heutiger Form als ein beliebtes, wenn auch nicht immer einfach zugängliches Ausflugsziel. Arizonas Geschichte wird vor Allen Dingen seit jeher von der indianischen Kultur und deren Geschichte beeinflusst, doch in den letzten Jahrhunderten kam es immer mehr zu Vermischungen mit europäischen Kulturen, die jedoch den indianischen Hintergrund nie gänzlich verdrängen konnten und ihm in den letzten Jahrzehnten auch vermehrt wieder Freiräume gewähren.