Arizona Jaguar

Arizona Jaguar

Der südwestliche US-Bundesstaat Arizona ist bei Touristen aus aller Welt vor allem wegen den dort befindlichen Naturschönheiten bekannt. Doch auch die Nationalparks auf dem Terrain Arizonas beherbergen eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, welche nicht nur typisch für eine nordamerikanische Wüsten- Halbwüstenregion sind, sondern auch andernorts nahezu ausgestorben sind.

Ein Paradebeispiel solch einer Spezies ist der Jaguar. Einst im Südwesten der USA, vor allem im südlichen Kalifornien, Nevada, Colorado und auch in Arizona, weit verbreitet, wurde er ab der Epoche der weissen Besiedlung (bereits schon während der Ära der Zugehörigkeit der Gebiete zu Mexiko) gnadenlos gejagt und geschossen. Die meist spanischen Migranten Mexikos, welche bis in den Südwesten der USA kamen sahen in ihm einen Feind, da er wie der Puma Schafherden angriff und angeblich massenweise Schafe riss. Die Hirtenhunde hatten gegen die Schnelligkeit diese Großkatzen keine Chance, da sie den Hunden einfach davonliefen.

Auch die späteren weissen us-amerikanischen Siedler taten dasselbe. Sie bejagten den Jaguar und die schwarze Unterart, welche in den USA als Black Jaguar oder auch als Schwarzer (black) Panther bekannt ist, sogar noch intensiver. Vor der europäischen Besiedlung war die Jagd auf Jaguars tabu, da den Indianern diese Tiere als heilig galten. Schliesslich wurde in Arizona im Jahre 1963 der letzte Jaguar geschossen, obwohl zwischenzeitlich nachgewiesen wurde, dass die von Jaguars betriebene angebliche Massentötung von Schafen lediglich ein Irrglaube wahr. Ein Jaguar reisst hin und wieder mal in größter Hungersnot ein oder zwei Schafe.

Mitte der 1990er Jahre wurde in entlegenen gebieten Arizonas jedoch wieder ein Jaguar gesichtet. Nach gründlichen Feldforschungen ist es gelungen mehrere Dutzend wildlebende Jaguare wieder zu lokalisieren.

Vermutlich wanderten diese aus Mexiko ein und haben sich wieder vermehrt. Spätere Einbürgerungen mit Tieren aus Mexiko waren ebenfalls erfolgreich, so dass mit viel Glück eine dieser stolzen, aber sehr scheuen Großkatzen bei einem Besuch in einem der Nationalparks gesehen werden kann.